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Direktvermarktung von Wildbret

aus dem Jagdrevier, frisch oder gefrostet, zum Verbraucher:

 

    

Wir bieten Ihnen qualitativ hochwertiges Wildbret aus der Region an, welches fachgerecht zerwirkt, portioniert und vakuumiert ist.
Unser Wildbret stammt ausschließlich von einheimischem Wild aus freier Natur.
Das Wild kann sich uneingeschränkt bewegen und die natürliche Ernährung wird nicht durch künstliche Hormone oder Antibiotika beeinflusst.
Wildbret ist ein gesundes und nährstoffreiches Nahrungsmittel, das sich besonders auszeichnet durch:  
•leicht verdauliches Eiweiß
•sehr geringen Fett- und Cholesterinanteil
•eine feinfaserige Muskelstruktur

 

Personen, die Kleinwild (freilebendes Federwild, Feldhase, Wildkaninchen) und Großwild (Schalenwildarten) erlegen, versorgen und behandeln, um das Wildbret für den menschlichen Verzehr zu gewinnen, müssen nach den Erfordernissen einer EU-einheitlichen Regelung ausreichend geschult sein. Der Jäger als kundige Person ist ausgebildet um gesundheitlich bedenkliche Merkmale am Wildkörper zu erkennen, was die Grundlage für eine nachfolgende amtliche Fleischuntersuchung und Beurteilung der Genussfähigkeit darstellt. Für Eigenverbrauch, Direktvermarktung oder Wildhandel gelten unterschiedliche Verordnungen.

 

Was soll ich beim Kauf beachten?

Insbesondere im Zusammenhang mit Lebensmitteln wird sehr häufig der Begriff „Qualität“ verwendet. Was ist in diesem speziellen Fall darunter zu verstehen? Die Summe aller Anforderungen, die man an ein Lebensmittel stellt, fasst man unter dem Begriff „Qualität“ zusammen.

Der Jäger hat bei der amtlichen Fleischuntersuchung zwei Aufgaben zu erfüllen. Zum einen übernimmt er beim Beobachten des lebenden Wildes praktisch die Funktion eines Fleischkontrolleurs, indem er das Verhalten des Wildes eingehend und sorgfältig beobachtet, bevor er es erlegt. Diese Feststellungen werden nach dem Erlegen in die Untersuchung, bei der beurteilt wird ob das Wildbret genusstauglich ist, also keine bedenklichen Merkmale aufweist, einbezogen.
Zusätzlich gewinnen Qualitätsaspekte wie „Ethische Qualität“ und „Ökologische Qualität“ eines Lebensmittels immer größere Bedeutung. Hinsichtlich des ethischen Wertes ist Wildbret dem Fleisch der Schlachttiere weit überlegen, was die Haltung, die Fütterung, den Transport und die Schlachtung betrifft.
Gewissenhafte Jäger legen sich bei der Vermarktung von Wildfleisch die Latte sehr hoch, weil sie wissen,

* dass sich nur erstklassige Wildbretqualität am Markt behaupten kann

* dass nur für erstklassige Qualität gute Preise erzielt werden können

Wenn Sie Wildfleisch in Top-Qualität beim Jäger kaufen, können Sie also sicher sein, dass folgender Standard eingehalten wurde:
* nur gesundes, nicht gehetztes, gut genährtes Wild aus freier Wildbahn  -  fachgerecht erlegt  -  Aufbrechen (Wildkörper öffnen) innerhalb kürzester Zeit.

* Erreichung des Kühlraumes binnen kürzester Zeit nach dem Erlegen

* danach keine Unterbrechung der Kühlkette

* sachgerechte und hygienisch einwandfreie Versorgung und Bearbeitung des Wildbrets

* Einhaltung der optimalen Fleischreifungsdauer

* gesetzeskonformer Kühlraum - gesetzeskonformer Bearbeitungsraum.

 

Hier ein netter Appetizer (bitte klicken)  ...

 Kochkurse werden periodisch von unserer Kreisgruppe angeboten - bitte beim 1. Vorsitzenden nachfragen.

 

 Jäger Wild - Label für Wildbret aus Bayerischen Revieren

 

Genuss ganz nah – Wild & Wald
Die fünf größten Irrtümer bei Wildfleisch

… aufgeklärt von SWR1 Koch Andreas Stüber

 

 

Irrtum 1: Wildfleisch riecht und schmeckt streng

 

Die Behauptung stammt noch aus der Zeit, als man Fleisch so lange gelagert hat, bis es ein Hautgout (=kräftiger, intensiver Geruch und Geschmack von Wildfleisch) hatte. Dann war es sehr streng im Geschmack. Das haben die Menschen früher geliebt. Heute hat man bessere Lagermöglichkeiten und lässt es schön kühl reifen. Dann schmeckt das Wildfleisch immer noch klar und frisch. Streng schmeckt es eigentlich nur, wenn der Jäger einen Fehler gemacht hat und z.B. einen Hirsch in der Brunft oder ein Wildschwein, das rauschig ist schießt. Das dürfte aber eigentlich nicht in den Handel kommen!

 

Irrtum 2:  Wildfleisch  soll ein paar Tage in Buttermilch eingelegt werden 

 

Das ist nur teilweise richtig. Wenn man einen Braten hat, den man nicht in Wein einlegt, oder der zu frisch ist, dann kann man das Fleisch auch nochmal in Buttermilch einlegen, damit die Säure das Fleisch zart macht. Aber normalerweise bekommt man das Fleisch fertig gereift und abgehangen und man kann es direkt verwenden.

 

Irrtum 3: Die Zubereitung vom Wildbret ist kompliziert 

 

Das ist nur teilweise richtig, weil das Wildfleisch ganz wenig Fett enthält, sehr gesund ist und hat einen hohen Eiweißanteil hat. Deswegen muss man es etwas langsamer garen bei niedrigeren Temperaturen, damit man es nicht trocken brät. Ansonsten soll man das Wildbret wie jedes andere Fleisch behandeln, aber die Temperatur etwas niedriger wählen.

 

Irrtum 4: Wildfleisch ist radioaktiv belastet 

 

Es gibt eine bestimmte Zeit im Hochsommer, in der Pilze wachsen, die die Radioaktivität aus dem Boden aufnehmen. Die Wildschweine fressen genau diese Pilze. Aber in dieser Zeit werden keine Wildschweine in den Gebieten geschossen, wo diese Pilze wachsen. Außerdem müssen sie beschaut werden, d.h. auch mit dem Geigerzähler. Das Wildschwein kommt dann ggfls. nicht in den Handel.

 

Irrtum 5: Wildfleisch ist schwer zu besorgen 

 

Es sind überall Wildverkaufsstellen (siehe unsere Liste) eingerichtet und die Metzger reagieren auch, weil Wildfleisch sehr stark nachgefragt wird. Man kann auch etwas vorbestellen. Und auch auf den Wochenmärkten sieht man immer mehr Wild. Bei den Fleischhändlern hat man die Garantie, dass man super Wildfleisch bekommt.


Bildergalerie u.a.: http://www.swr.de/swr1/rp/tipps/bildergalerie/-/id=446880/did=13831192/gp1=16980080/gp2=16927796/nid=446880/vv=gallery/1maqjls/index.html

 

Jagdpraxis

 

JAGD WISSEN

Wer in Deutschland jagen darf

Jagen darf in Deutschland nur, wer einen Jagdschein besitzt. Diesen zu erhalten, erfordert die Teilnahme an dem umfangreichen Lehrgang / Jagdkurs sowie das erfolgreiche Absolvieren der staatlichen Jägerprüfung (bestehend aus mündlichem und schriftlichem Teilen). Weiter muss Praxiserfahrung in Form der Arbeit in einem Revier gesammelt werden - dies erfolgt in der Regel unter Anleitung von erfahrenen Jägern.

Die Jagd in Deutschland unterliegt strengen gesetzlichen Regelungen und wird von einer staatlichen Organisation beaufsichtigt. Die Jagdbehörde im Landwirtschaftsministerium beispielsweise ist für die Gesetze und Verordnungen zuständig. Weiter gibt es höhere Jagdbehörden der Bezirksregierungen und die Jagdbehörden in den zuständigen Landratsämtern. Letzere sind Anlaufstelle für Jagdscheine, Jagdpachtverträge und Abschusspläne. 

DIE TÄTIGKEITEN DER JÄGER

Aufgaben und Pflichten der Jäger

  • Pflege und Betreuung von Gehegen und Revieren
  • Erhalt des natürlichen Gleichgewichts zwischen freilebenden Tieren und der Pflanzenwelt
  • Erhalt eines artenreichen und gesunden Wildbestands
  • Pflege von Biotopen und Hege von Wildbeständen zur Erhaltung eines ausgewogenen Lebensgrundlagen-Verhältnisses 
  • Verantwortlicher Umgang mit Wildbestand hinsichtlich der Bejagung und Zuwachsentnahme zur Lieferung von Wildbret (hochwertige Fleischnahrung)
  • Einsatz des Jagdhandwerks im Sinne des Gemeinwohls
  • Erhalt des traditionellen Jagdbrauchtums

Neben den obigen Hauptaufgaben verrichten Jäger beispielsweise auch das Wildbret nach einer erfolgreichen Jagd (oft auch in Zusammenarbeit mit EU-zertifizierten Schlachtern / Metzgern).

JAGDBARES WILD IN DEUTSCHLAND

Wildtiere, die nach deutschem Jagdrecht zur Jagdzeit erlegt werden

Zusammengefasst wird das Wild unter den beiden Gruppen: Haarwild und Federwild. Die Wildarten haben unterschiedliche Jagd- und Schonzeiten, welche strikt beachtet werden müssen!

  • Rotwild 
  • Dam- und Sikawild 
  • Rehwild
  • Schwarzwild
  • Gamswild
  • Muffelwild
  • Feldhasen
  • Stein- und Baummarder
  • Dachse
  • Rebhühner
  • Fasane
  • Bläss-, Saat-, Ringel- und Kanadagänse
  • Graugänse
  • Waldschnepfen
  • Stockenten
  • Preif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Reiher-, Tafel-, Samt- und Trauerenten
  • Höckerschwäne
  • Blässhühner
  • Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen
  • Ringel- und Türkentauben
  • Elstern
  • Eichelhäher
  • Rabenkrähen
  • Graureiher
  • Sumpfbiber (Nutria)
  • Füchse
  • Wildkaninchen
  • Marderhunde
  • Waschbären

JAGD-ARTEN

Die Techniken

Ansitzjagd: Beobachten und Jagen von einer Kanzel, einer Leiter oder einen Erdsitz.

Baujagd: Diese Art wird beim Jagen von Füchsen oder Dachsen genutzt in der Regel mit ausgebildeten Hunden, die zum Treiben der Tiere eingesetzt werden. Hierbei "sprengen" die Hunde den Fuchs- oder Dachsbau und treiben das Tier in Richtung des Jägers. Beim Bau eines Kaninchens werden aufgrund der Größe kleiner Locktiere (z. B. Frettchen) eingesetzt, Hunde sind in der Regel zu groß.

Brackenjagd: Diese Art wird beim Jagen von Hasen eingesetzt. Hierbei treiben Bracken Hasen aus ihrer Sasse in Richtung des Jägers. Hasen sind standorttreu, eine Eigenschaft, die sich der Jäger mit Hilfe der Bracken zu nutze macht und dementsprechend Nahe der Sasse agiert.

Drückjagd: Diese Art wird in der Regel in Jägergesellschaft betrieben. Hierbei werden vor Beginn der Jagd die Standpositionen der Schützen abgesprochen, die Treiber "drücken" das Wild aus Ihrer Deckung in Richtung der Schützen. Dadurch, das Wild in der Regel langsam zieht, haben Schützen genügend Zeit, um zu fokussieren und einen gezielten Schuss abzugeben.

Fallenjagd: Diese Art wird in der Regel eingesetzt, um Raubwild zu fangen. Sie erfolgt ohne Schusswaffe und kann entweder durch Lebend- oder durch Todfangfallen ausgeführt werden. Beim Einsatz von Lebendfangfallen, die abgedunkelt werden, ist die regelmäßige Kontrolle besonders wichtig. Todfangfallen werden in der Regel geschützt angebracht - zum Beispiel in einem Fangbunker.

Lockjagd: Bei dieser Art wird Wild mit allen erlaubten Mitteln (Nahrung / Kirrung, Gerüche, Laute, Attrappen) gelockt. Die Lockmittel sind je nach Wild unterschiedlich.

Treibjagd: Anders als bei der Drückjagd, bei der das Wild in der Regel nicht flüchtig ist, wird hier Wild von mehreren Jägern aus der Deckung getrieben. Diese Art der Jagd wird meist mit einer so genannten Treiberkette betrieben. Was bedeutet, dass es Treiber, Durchgehschützen und Vorstehschützen gibt. Letztere warten am Ende des Treibens auf das Wild. Der Einsatz von Hunden ist hier beispielsweise unverzichtbar, vor allem bei der Treibjagd auf Niederwild.

Pirsch: Bei dieser Art sind Jäger permanent in Bewegung. Dass heißt, der Jäger versucht sich vorsichtig und entgegen der Windrichtung dem Wild zu nähern, um seinen Schuss zu positionieren und das Tier zu erlegen.