Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Berichte zu den verschiedenen Veranstaltungen des vergangenen Jahres mit Relevanz zum Naturschutz. Von Roland Gebelein

Naturschutzveranstaltungen 2017, an denen Vertreter der Jägerschaft Naila teilnahmen *:

17. März 2017: Frankenwald als Waldgebiet des Jahres 2017

„Frankenwald verbindet“– unter diesem Motto stand die Festveranstaltung im „Feststoudl“ in Neufang (Markt Steinwiesen)zur Auszeichnung des Frankenwaldes als Waldgebiet des Jahres 2017.

Der Frankenwald in Nordbayern und Thüringen darf sich 2017 "Waldgebiet des Jahres" nennen. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) verlieh den Titel an das länderübergreifende Waldgebiet. Der Frankenwald liegt als Teil des thüringisch-fränkischen Mittelgebirges auf 300 bis 800 Metern Höhe. Auf gut der Hälfte der Fläche wachsen Bäume, drei Viertel davon sind Fichten. Größtenteils ist er als Naturpark unter Schutz gestellt. Allein der bayerische Teil ist mehr als 100 000 Hektar groß und wird "Bayerns Grüne Krone" genannt.

Der Frankenwald wurde deshalb ausgewählt, weil es dort besonders gut gelinge, die Waldbewirtschaftung mit Naturschutz und Tourismus in Einklang zu bringen. Hinweise für den guten Zustand des Frankenwaldes sind z. B. die Wildkatze und der Schwarzstorch, die in den letzten Jahren wieder im Frankenwald heimisch geworden sind.

Rund 500 Gäste wie z. B. Forstleute, Politiker, Waldbesitzer und Vertreter der Naturschutzverbände folgten der Einladung. Auch eine Abordnung der Kreisgruppe Naila nahm an dieser Veranstaltung teil.

 

6. und 7. April 2017: Symposium Große Beutegreifer „Luchs und Wolf“

 

Luchs und Wolf galten viele Jahrzehnte in Bayern und Deutschland als ausgestorben. Aufgrund einer Auswilderung vor rund 30 Jahren ist der Luchs in Bayern wieder heimisch geworden. Seit rund 12 Jahren dringt auch der Wolf durch natürliche Zuwanderung auf verschiedenen Routen nach Deutschland.

Der Bayerische Jagdverband veranstaltete zusammen mit seiner Naturschutzstiftung, der Wildland-Stiftung Bayern, und der Bayerischen Akademie für Jagd und Natur im niederbayerischen Freyung ein internationales Symposium „Große Beutegreifer“. Fachreferenten beleuchteten die aktuellen Situationen der beiden Tierarten wie Ansiedelung, Wanderverhalten, Nahrungsverhalten und insbesondere den Umgang mit Konflikten. Sie berichteten über Erfahrungen aus den Nachbarländern wie z. B. der Schweiz und Tschechien.

 

Es ging vor allem auch um die Akzeptanz in der Bevölkerung. Leicht verständlich ist die Skepsis etwa der Schafhalter, deren Tiere, wenn sie ungeschützt sind, für den Wolf eine leichte Beute darstellen. Auch die Jägerschaft steht diesen Raubtieren aufgrund der Konkurrenzsituation teilweise ablehnend gegenüber. BJV-Präsident Jürgen Vocke nannte den Wolf einen ungebetenen Gast und schlug vor seinen Schutzstatus zu reduzieren. Dabei sind Wolf und Luchs sowohl durch deutsches Recht wie auch durch internationale Übereinkommen bei uns streng geschützt. Dennoch kommt es im Bayerischen Wald immer wieder zu illegalen Tötungen von Luchsen. Beate Jessel vom Bundesamt für Naturschutz sagte, es sei schon eigenartig, dass es trotz des Nachwuchses keine Ausbreitung außerhalb des Nationalparks gebe. Polizeidirektor Manfred Jahn aus Regensburg betonte: „Die illegalen Luchstötungen im Bayerischen Wald sind schwerwiegende Straftaten.“ Die Polizei fordert die Bevölkerung auf, bei der Aufklärung zu helfen und bei Verdacht nicht zu zögern, die 110 zu wählen. Der Jagdverband distanziert sich entschieden von der kriminellen Verfolgung des Luchses.

In Deutschland gibt es bisher nur im Harz, im Bayerischen Wald und bald auch im Pfälzer Wald kleine Luchspopulationen. Anders als der Wolf ist der Luchs in der Bevölkerung durchaus ein Sympathieträger. Die scheue und meist in der Dämmerung jagende Raubkatze kommt hauptsächlich nur Jägern in die Quere. Von denen klagen einige, dass die Rehwildbestände sinken würden und forderten, dass der Abschussplan für Rehwild deshalb gesenkt werden müsste. Sebastian Hofmann vom Forstbetrieb Bodenmais, wo seit 22 Jahren Luchse vorkommen, sagte: „Sein Einfluss auf die Höhe der Rehwildpopulation in naturnah bewirtschafteten Waldrevieren bleibt marginal.“ Der Rehabschuss dort nehme sogar zu, obwohl der Luchs immer da war.

Schäden an Nutztieren durch den Luchs waren nie ein großes Thema, berichtete Eric Imm, Naturschutzreferent des BJV. Dessen Wildlandstiftung zahlt seit dem Jahr 2000 für jeden gemeldeten Luchsriss eines Rehs 50 Euro, für den eines Hirschen 100 Euro an Jäger. Diese Entschädigung ist geeignet, die Akzeptanz des Luchses bei den Jägern zu erhöhen. Schwerer fällt es den Jägern, sich mit dem Wolf abzufinden. Die Forderung reicht von der Bejagung bis zu wolfsfreien Gebieten. In Bayern werden immer häufiger Wölfe bestätigt. Sicher ist, dass es auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in der Oberpfalz und im Bayerischen Wald jeweils ein Paar gibt, sodass eine Rudelbildung nach über 150 Jahren in Bayern sehr wahrscheinlich ist. „Wir werden den Wolf flächendeckend haben“, sagte Jessel. „Wolfsfreie Gebiete – das ist eine Illusion.“ Je nachdem, welche Reviergröße man für ein Rudel ansetze, gebe es in Deutschland Platz für 200 bis 500 Rudel. Ein Wolfsrudel besteht in der Regel aus dem Elternpaar und seinen Nachkommen, den Welpen und Jährlingen. Mit ein bis zwei Jahren verlassen Jungwölfe das Rudel. Die Ablehnung des Wolfes komme daher, „weil wir den Umgang mit dem Wolf nicht mehr kennen“, sagte Claus Kumutat, Präsident des Bayerischen Landesamts für Umwelt. Der Schutzstatus müsse auch nicht gelockert werden. „Es gibt die Möglichkeit, einen Abschuss zu erlauben“, erklärte Kumutat. Er muss nur begründet sein. Das kann der Fall sein, wenn die Schäden durch ständige Risse von Haustieren überhand nehmen oder er verhaltensauffällig sei, wenn er zum Beispiel die Nähe zu Menschen suche. Die Risiken für den Menschen werden aber überschätzt. Bisher ist in Deutschland niemand durch einen Wolf verletzt worden. Aber um die Scheu vor dem Menschen aufrecht zu erhalten, empfahlen einige der Experten die gezielte Erlegung vor allem einzelner Jungwölfe.

So auch Reinhold Schnidrig vom Schweizerischen Bundesamt für Umwelt. Die Schweiz befürworte eine flächendeckende Ausbreitung ihrer Wolf- und Luchsbestände. „Die Akzeptanz bei der betroffenen Bevölkerung ist entscheidend“, betonte Schnidrig. Deshalb sei es auch enorm wichtig, die Nutztierhalter zu unterstützen, ihre Tiere auf den Weiden zu schützen. „Herdenschutz in der Schweiz ist möglich, es geht.“

Vor allem kleine Halter mit wenigen Schafen oder Ziegen sind betroffen. Bei den Heidschnucken in der Lüneburger Heide, wo sich Wölfe angesiedelt haben, gab es laut Peter Pabel, Förster aus Niedersachsen, keine großen Verluste, denn die werden seit jeher von Schäfern mit Hunden bewacht. Der Wolf ist bereits in Deutschland und wird sich weiter ausbreiten. Deshalb – so die fast einhellige Meinung – müssten alle Beteiligten sachlich mit Pragmatismus zusammenarbeiten, um zu lernen mit dem Wolf zu leben.

Anlässlich des Symposiums veröffentlichte der BJV auch ein Grundsatzpapier zum Thema Große Beutegreifer.

 

 

27. Oktober 2017: Die Wildlebensraumberatung in Bayern lud zum oberfränkischen Wildlebensraumtag nach Bayreuth ein.

 

Unsere Kulturlandschaft ist seit Jahrhunderten Garant für unsere Ernährung und Lebensraum u. a. für Feldhase und Rebhuhn. Praktiker und Fachreferenten berichteten, wie Lebensräume für Wildtiere in unserer Feldflur geschaffen und verbessert werden können. Um vielfältige Lebensräume zu schaffen, helfen Agrarumweltmaßnahmen und freiwilliges Engagement von Landwirten, Jägern, Imkern und Naturschützern. Beleuchtet wurden Maßnahmen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogrammes (KULAP) und in welchem Verhältnis diese zu den oberfränkischen Deckungsbeiträgen für Feldfrüchte stehen.

Im Fokus der Tagung standen die Biene, der Fasan und das Braunkehlchen. In der Mittagsexkursion wurden Möglichkeiten der Begrünung von Stilllegungsflächen, vom Kleegras als Bejagungsschneise bis zur Blühfläche und Wildacker als Nahrungs- und Deckungsraum vorgestellt. Es wurde aufgezeigt, wie in der Praxis gegen Quecke, Ampfer und Disteln vorzugehen ist. 
Um eine artenreiche Kulturlandschaft zu schaffen, müssen alle an einem Strang ziehen. Die Veranstaltung hatte das Ziel, verschiedene Interessengruppen an einen Tisch zu bringen, um Ansichtspunkte von Landwirten, Jägern, Naturschützern und Imkern darzustellen und zu diskutieren. Die zahlreichen Möglichkeiten aus KULAP, Greening und freiwilligen Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung stehen bereit und lassen sich gemeinschaftlich zum Wohle unserer Wildtiere umsetzen.

 

Ein wichtiger Partner auf dem Weg zum Erfolg sind die bayerischen Wildlebensraumberater. Sie bringen förderrechtliche Belange ein und stimmen diese mit den Interessen der Beteiligten ab. Fachpraktische Beratung legt den Grundstein für die Schaffung von Lebensräumen.

 

Der Wildlebensraumberater Oberfranken ist:

Herr Matej Mezovsky 
AELF Coburg 
Lichtenfelser Str. 9 
96231 Bad Staffelstein 
Telefon: +49 9573 332-32 
Fax: 09573 332-90 
E-Mail: poststelle@aelf-co.bayern.de

 

26. und 27. Oktober 2017: Tagung zum Baum des Jahres 2017 – Die Fichte

 

Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald LV Bayern e.V. (SDW) veranstalteten in Bad Steben eine Tagung zum Thema „Fichte“.

 

Mit der Fichte wurde nicht nur die bedeutendste, sondern auch die am meisten diskutierte Baumart Bayerns zum Baum des Jahres gewählt.

 

Hohe Holzerlöse auf der einen, massive Schäden durch Sturm und Borkenkäfer auf der anderen Seite scheinen Befürwortern wie Gegnern dieser Baumart Recht zu geben. Aktuell ist die Fichte ein unverzichtbares Rückgrat für die heimische Holzindustrie.

 

Ihren Siegeszug begann sie Ende des 17., Anfang des 18. Jahrhunderts, als die Nachfrage nach Bau- und Brennholz im Zuge der Industrialisierung stetig zunahm und die Fichte die Baumart der Wahl war.

Heute gefährdet der Klimawandel den bislang praktizierten Fichtenanbau und zwingt die Bewirtschafter vielerorts zu einer waldbaulichen Neuorientierung.

 

Die Fichte wird uns als eine wichtige Baumart in Bayerns Wäldern sicher weiterhin erhalten bleiben, ihre Zukunft birgt aber viele Herausforderungen.

Diese wurden in zahlreichen Vorträgen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und über ihre Bedeutung in der zukünftigen Entwicklung diskutiert - z. B. Mischbepflanzungen mit anderen Baumarten.

   

*) Eine Zusammenfassung aus Hinweisen der Veranstalter und verschiedenen

    Pressemeldungen.


  

Symposiums Große Beutegreifer - Luchs und Wolf 

 am 6./7. April 2017 in Freyung           (Quelle: https://www.jagd-bayern.de/symposium-grossebeutegreifer.html)

 

Der Bayerische Jagdverband fordert im Umgang mit Tierart Wolf in Bayern folgende Themenfelder zu bearbeiten:  

 I. Wolf und Jagd Eine Übernahme des Wolfs in das Jagdrecht wird abgelehnt. Die Fragen zum Themenkomplex -Wolf und Jagd- des bayerischen Managementplans Stufe II müssen diskutiert und Antworten gemeinsam erarbeitet werden. Dies sind unter anderem: - Weiterentwicklung des bayerischen Rotwildmanagements bei Anwesenheit von Wolfsrudeln - Umgang mit vom Wolf induzierten Wildschäden - Wertverlust bzw. Verpachtbarkeit von Jagdrevieren in Wolfsgebieten - u.a.

 II. Wolf in der FFH Richtlinie Der „günstigen Erhaltungszustandes“ für den Wolf gemäß FFHRichtlinie ist verbindlich zu definieren. Die Erreichung eines „günstigen Erhaltungszustands“ einer Wolfspopulation ist Ziel der FFH-Richtlinie. Voraussetzung hierfür ist die Abgrenzung einer Population nicht nach politischen Grenzen, sondern nach populationsökologischen Kriterien. 

 III. Wolf und Landwirtschaft

 Schadschwellen für die Entnahme von Wölfen bei Schäden an landwirtschaftlichen Nutztieren sind z.B. nach Schweizer Vorbild zu definieren. Welche Rolle spielt dabei die (zumutbare) Umsetzung von Präventionsmaßnahmen?

 IV. Wolf und Mensch

Die Akzeptanz von Wölfen in der breiten Bevölkerung hängt auch mit ihrem Verhalten als scheues Wildtier zusammen. 

 An Menschen gewöhnte Wölfe müssen als Gefahrenpotential eingestuft werden. Zur Minimierung des Unfallrisikos mit Wölfen ist zu definieren, wann Tiere wegen zu großer Vertrautheit mit dem Menschen aus der Wildbahn zu entnehmen sind.

  

Der Bayerische Jagdverband fordert für die Tierart Luchs:

  I. Der BJV hält an dem bestehenden Managementplan Luchs fest. Eine künstliche Aussetzung wird abgelehnt. 

  II. Der BJV begleitet eine Luchspopulation durch natürliche Zuwanderung in geeignete Lebensräume. Die Jägerschaft ist aufgerufen, das Monitoring aktiv zu unterstützen.

  III. Die Anwesenheit des Luchses muss bei der Rehwildabschussplanung berücksichtigt werden 

 Der BJV verurteilt aufs schärfste das illegale Töten großer Beutegreifer. Die Jägerschaft beteiligt sich an der Aufklärung derartiger Delikte. 

 

 

 

 

Jagdpraxis

 

JAGD WISSEN

Wer in Deutschland jagen darf

Jagen darf in Deutschland nur, wer einen Jagdschein besitzt. Diesen zu erhalten, erfordert die Teilnahme an dem umfangreichen Lehrgang / Jagdkurs sowie das erfolgreiche Absolvieren der staatlichen Jägerprüfung (bestehend aus mündlichem und schriftlichem Teilen). Weiter muss Praxiserfahrung in Form der Arbeit in einem Revier gesammelt werden - dies erfolgt in der Regel unter Anleitung von erfahrenen Jägern.

Die Jagd in Deutschland unterliegt strengen gesetzlichen Regelungen und wird von einer staatlichen Organisation beaufsichtigt. Die Jagdbehörde im Landwirtschaftsministerium beispielsweise ist für die Gesetze und Verordnungen zuständig. Weiter gibt es höhere Jagdbehörden der Bezirksregierungen und die Jagdbehörden in den zuständigen Landratsämtern. Letzere sind Anlaufstelle für Jagdscheine, Jagdpachtverträge und Abschusspläne. 

DIE TÄTIGKEITEN DER JÄGER

Aufgaben und Pflichten der Jäger

  • Pflege und Betreuung von Gehegen und Revieren
  • Erhalt des natürlichen Gleichgewichts zwischen freilebenden Tieren und der Pflanzenwelt
  • Erhalt eines artenreichen und gesunden Wildbestands
  • Pflege von Biotopen und Hege von Wildbeständen zur Erhaltung eines ausgewogenen Lebensgrundlagen-Verhältnisses 
  • Verantwortlicher Umgang mit Wildbestand hinsichtlich der Bejagung und Zuwachsentnahme zur Lieferung von Wildbret (hochwertige Fleischnahrung)
  • Einsatz des Jagdhandwerks im Sinne des Gemeinwohls
  • Erhalt des traditionellen Jagdbrauchtums

Neben den obigen Hauptaufgaben verrichten Jäger beispielsweise auch das Wildbret nach einer erfolgreichen Jagd (oft auch in Zusammenarbeit mit EU-zertifizierten Schlachtern / Metzgern).

JAGDBARES WILD IN DEUTSCHLAND

Wildtiere, die nach deutschem Jagdrecht zur Jagdzeit erlegt werden

Zusammengefasst wird das Wild unter den beiden Gruppen: Haarwild und Federwild. Die Wildarten haben unterschiedliche Jagd- und Schonzeiten, welche strikt beachtet werden müssen!

  • Rotwild 
  • Dam- und Sikawild 
  • Rehwild
  • Schwarzwild
  • Gamswild
  • Muffelwild
  • Feldhasen
  • Stein- und Baummarder
  • Dachse
  • Rebhühner
  • Fasane
  • Bläss-, Saat-, Ringel- und Kanadagänse
  • Graugänse
  • Waldschnepfen
  • Stockenten
  • Preif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Reiher-, Tafel-, Samt- und Trauerenten
  • Höckerschwäne
  • Blässhühner
  • Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen
  • Ringel- und Türkentauben
  • Elstern
  • Eichelhäher
  • Rabenkrähen
  • Graureiher
  • Sumpfbiber (Nutria)
  • Füchse
  • Wildkaninchen
  • Marderhunde
  • Waschbären

JAGD-ARTEN

Die Techniken

Ansitzjagd: Beobachten und Jagen von einer Kanzel, einer Leiter oder einen Erdsitz.

Baujagd: Diese Art wird beim Jagen von Füchsen oder Dachsen genutzt in der Regel mit ausgebildeten Hunden, die zum Treiben der Tiere eingesetzt werden. Hierbei "sprengen" die Hunde den Fuchs- oder Dachsbau und treiben das Tier in Richtung des Jägers. Beim Bau eines Kaninchens werden aufgrund der Größe kleiner Locktiere (z. B. Frettchen) eingesetzt, Hunde sind in der Regel zu groß.

Brackenjagd: Diese Art wird beim Jagen von Hasen eingesetzt. Hierbei treiben Bracken Hasen aus ihrer Sasse in Richtung des Jägers. Hasen sind standorttreu, eine Eigenschaft, die sich der Jäger mit Hilfe der Bracken zu nutze macht und dementsprechend Nahe der Sasse agiert.

Drückjagd: Diese Art wird in der Regel in Jägergesellschaft betrieben. Hierbei werden vor Beginn der Jagd die Standpositionen der Schützen abgesprochen, die Treiber "drücken" das Wild aus Ihrer Deckung in Richtung der Schützen. Dadurch, das Wild in der Regel langsam zieht, haben Schützen genügend Zeit, um zu fokussieren und einen gezielten Schuss abzugeben.

Fallenjagd: Diese Art wird in der Regel eingesetzt, um Raubwild zu fangen. Sie erfolgt ohne Schusswaffe und kann entweder durch Lebend- oder durch Todfangfallen ausgeführt werden. Beim Einsatz von Lebendfangfallen, die abgedunkelt werden, ist die regelmäßige Kontrolle besonders wichtig. Todfangfallen werden in der Regel geschützt angebracht - zum Beispiel in einem Fangbunker.

Lockjagd: Bei dieser Art wird Wild mit allen erlaubten Mitteln (Nahrung / Kirrung, Gerüche, Laute, Attrappen) gelockt. Die Lockmittel sind je nach Wild unterschiedlich.

Treibjagd: Anders als bei der Drückjagd, bei der das Wild in der Regel nicht flüchtig ist, wird hier Wild von mehreren Jägern aus der Deckung getrieben. Diese Art der Jagd wird meist mit einer so genannten Treiberkette betrieben. Was bedeutet, dass es Treiber, Durchgehschützen und Vorstehschützen gibt. Letztere warten am Ende des Treibens auf das Wild. Der Einsatz von Hunden ist hier beispielsweise unverzichtbar, vor allem bei der Treibjagd auf Niederwild.

Pirsch: Bei dieser Art sind Jäger permanent in Bewegung. Dass heißt, der Jäger versucht sich vorsichtig und entgegen der Windrichtung dem Wild zu nähern, um seinen Schuss zu positionieren und das Tier zu erlegen.