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Alles zu den Themen: Natur, Jagdausübung,

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Deutscher Jagdverband

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Landesjagdverband Bayern e.V.                                         Klicken für Erreichbarkeit des Landesjagdverbandes

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Staatsministerium f. Landwirtschaft u. Forsten

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Jagdrecht

Bayerisches Jagdgesetz

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Forum Waffenrecht

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Jagd- und Waffenrecht

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Literatur & Zeitschriften

Der Anblick

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Deutsche Jagdzeitung

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Pirsch

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Weidwerk

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Wild und Hund

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Jagdlexikon:  http://www.deutsches-jagd-lexikon.de


Wild & Hund:   www.wildundhund.de   

 

Die Pirsch:    http://www.jagderleben.de/

 

Deutsche Jagdzeitung:    www.djz.de

 

Jagen Weltweit:    http://www.jww.de/

 

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Jagdliches im Internet

Wildes Bayern e.V.   https://www.wildes-bayern.de/ 

Wald und Wild, Florian von Schilcher  Präsentation 

 

Alljagd www.alljagd.de

egun – Der Marktplatz für Jäger, Schützen und Angler www.egun.de

Frankonia www.frankonia.de

DJV soll die Wildbretvermarktung unterstützen.   http://www.wild-auf-wild.de

Das ist auch eine super Seite zum Thema Wildbret... http://www.jagd-sachsenheim.de/wildbret.html

 

 




Umfangreiche Website zur Jagd von http://www.ein-jagdmensch.com/

und weitere Jägerweisheiten: http://www.nimrods.de/Jagdweisheiten.htm


Website zur Jagd mit jaglichen Bildern, Filmen und anderen Informationen






 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Peter Voß fragt Josef H. Reichholf       (Quelle: 3Sat - mediathek)

Naturschutz - Top oder Flop?

Die Natur, also das, "was nicht vom Menschen geschaffen wurde", ist in Deutschland nicht existent. Die Landschaft um uns herum, die wir als Natur betrachten, ist eine Kulturlandschaft. Schützenswert ist sie allemal, doch stillstehen wird sie niemals - sie wandelt sich - oft nicht zu Guten. Der Naturschutz habe versagt und gehe von falschen Voraussetzungen aus, sagt der Biologe Josef Reichholf, und macht sich damit sehr unbeliebt.

Link: "Die
Landwirtschaft ist vom Umweltschutz weitestgehend ausgenommen", sagt der
Ökologe Josef H. Reichholf.
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Sie die ganze Sendung (45 Min.)

                       

Josef H. Reichholf

"Einer der Renommiertesten" oder "einer der Profiliertesten" heißt es immer, wenn es um den Biologen Josef Reichholf geht. Das heißt übersetzt: Fachlich kann ihm kaum einer das Wasser reichen. Seit früher Kindheit beschäftigt er sich mit Artenvielfalt und Naturschutz - aber er ist kein Freund der herrschenden Meinung.

Was den Ökologen Reichholf am heutigen Naturschutz stört? Der Naturschutz sei romantisiert, und die dringenden Probleme würden nicht erkannt und nicht angegangen. So zum Beispiel werde der Artenschwund durch Klimaerwärmung als Problem sehr hoch gehängt, spiele in der Realität aber keine Rolle. Die Landwirtschaft sei der Großvernichter der gefährdeten Arten und unterliege oft nicht einmal dem Naturschutzgesetz. So sei es nicht verwunderlich, dass sich in der Stadt mehr Tiere und Pflanzen tummeln, als in der "Natur". à Bsp. Angemerkt … w.wohn: Zaunkönig = 6g schwer, lebt bei +50 und -40 Grad Celsius, sowohl im Hochland als auch an der Küste …

 

Naturschutz opfert manche Tiere und Pflanzen  

Raps wird gespritzt: Insektizide töten meist Nützlinge wie Schädlinge.

Die großen landwirtschaftlichen Flächen stellen in der Tat biologische Wüsten dar. Keine Artenvielfalt, keine Tiere, keine Bodenlebewesen und Insekten - nur Raps oder Mais. Viele Pflanzen und Tiere haben sich auf magere Böden spezialisiert. Sie werden von Nährstoff liebenden Arten großflächig verdrängt. "Der Stickstoff", sagt Reichholf und meint den Dünger, "wurde zum 'Erstick-Stoff' für die Artenvielfalt." Auch Gift werde in rauen Mengen eingesetzt, um Kornblume und Käfer zu dezimieren. Das EU-Agrarsystem müsse geändert werden - es muss sich lohnen, etwas für den Artenschutz zu tun.

Schlimmer sei, so Reichholf, dass der Naturschutz selber Opfer unter den Arten produziere: Ein Kahlschlag in einem Waldgebiet werde durch den Naturschutz unterbunden. Das sei aber falsch. Nur wo das Blätterdach aufgebrochen werde, dort ist Platz für Blumen, Insekten, wärmeliebende Schlangen, Nager, Vögel. Die Vielfalt sei größer als im Wald. Landwirtschaft und Forstwirtschaft seien für 90 Prozent aller Rückgänge von Pflanzen und Tieren verantwortlich - nicht die üblichen Verdächtigen Industrie, Straßen- und Siedlungsbau.

 

Kein natürlicher Zustand ist von Dauer  

Mähdrescher töten seltene bodenbrütende Vögel wie den "Großen Brachvogel".

Die Klimaerwärmung streitet Reichholf zwar nicht ab, aber für uns in Deutschland und für viele Arten sei das kein größeres Problem. Die Welt um uns herum verändere sich - mit und ohne unser Dazutun. Naturräume könnten nicht erstarren, sie unterlägen permanentem Wandel. Das treffe auch aufs Klima zu. Es gebe keinen natürlichen Zustand von Dauer, keine vorgegebene Temperatur. Veränderungen seien oft ein Quell für Artenreichtum. Und tatsächlich: Schwierige oder abwechslungsreiche Lebensräume bringen oft spezialisierte Pflanzen hervor.

 

Naturschutz jenseits der Verbotsschilder  

So sehen die Wüsten in Deutschland aus.

Eine solche Meinung verstört zuweilen auch Naturliebhaber. Auch Reichholfs Standpunkt, dass Bestimmungen, die einen Naturliebhaber einschränken, quatsch sind. Dass man geschützte Schmetterlinge nicht einfangen dürfe, falle gegenüber der Massenvernichtung von Insekten in der herkömmlichen Landwirtschaft nicht ins Gewicht. Jedes Kind solle mal versuchen, ein paar Kaulquappen großzuziehen. Dass diese nach einigen Tagen tot im Glas rumliegen, fällt mengenmäßig nicht ins Gewicht. Fungizide killen bei unsachgemäßer Anwendungen jedes Leben in ganzen Gewässern. Generell prangert Reichholf an, dass der Mensch durch den Naturschutz vom Umgang mit Tieren und Pflanzen ferngehalten werde. Es sei zum Beispiel verboten, bestimmte in der Mauser abgeworfene Federn zu sammeln. Nur Jäger und Angler dürfen mit einem althergebrachten Recht in das Umfeld eingreifen – das sei falsch. Menschen, die sich an Blumen oder Vögeln erfreuen, hätten ein mindestens gleichrangiges Recht, Naturschutzgebiete abseits der Wege zu betreten.

 

Vita:

Prof. Dr. Josef Reichholf gilt als einer der renommiertesten und profiliertesten Biologen Deutschlands. Seit seiner Kindheit interessiert er sich für die Natur. Er hat Biologie, Chemie, Geografie und Tropenmedizin studiert, lebte ein Jahr als Forschungsstipendiat in Brasilien. 1974 wurde Josef Reichholf Wissenschaftler an der Zoologischen Staatssammlung in München, 1985 folgte eine Lehrtätigkeit an der Ludwig-Maximilians-Universität (Zoogeografie, Ornithologie, Evolutionsbiologie).

Bisher hat er rund 30 Bücher veröffentlicht, insbesondere greift er darin die Themen der Evolutionsbiologie und der Ökologie auf. Er vertritt die These, dass sich Natur und Ökosystem in stetem Wandel befinden und es deshalb keine "besten" oder einzig richtigen Zustände gibt, und er prangert die Landwirtschaft als "Artenkiller" an (Überdüngung, Flurbereinigung etc.). Josef Reichholf ist Präsidiumsmitglied des WWF Deutschland und Generalsektretär der Ornithologischen Gesellschaft Bayern.

 

 

 

 

Jagdpraxis

 

JAGD WISSEN

Wer in Deutschland jagen darf

Jagen darf in Deutschland nur, wer einen Jagdschein besitzt. Diesen zu erhalten, erfordert die Teilnahme an dem umfangreichen Lehrgang / Jagdkurs sowie das erfolgreiche Absolvieren der staatlichen Jägerprüfung (bestehend aus mündlichem und schriftlichem Teilen). Weiter muss Praxiserfahrung in Form der Arbeit in einem Revier gesammelt werden - dies erfolgt in der Regel unter Anleitung von erfahrenen Jägern.

Die Jagd in Deutschland unterliegt strengen gesetzlichen Regelungen und wird von einer staatlichen Organisation beaufsichtigt. Die Jagdbehörde im Landwirtschaftsministerium beispielsweise ist für die Gesetze und Verordnungen zuständig. Weiter gibt es höhere Jagdbehörden der Bezirksregierungen und die Jagdbehörden in den zuständigen Landratsämtern. Letzere sind Anlaufstelle für Jagdscheine, Jagdpachtverträge und Abschusspläne. 

DIE TÄTIGKEITEN DER JÄGER

Aufgaben und Pflichten der Jäger

  • Pflege und Betreuung von Gehegen und Revieren
  • Erhalt des natürlichen Gleichgewichts zwischen freilebenden Tieren und der Pflanzenwelt
  • Erhalt eines artenreichen und gesunden Wildbestands
  • Pflege von Biotopen und Hege von Wildbeständen zur Erhaltung eines ausgewogenen Lebensgrundlagen-Verhältnisses 
  • Verantwortlicher Umgang mit Wildbestand hinsichtlich der Bejagung und Zuwachsentnahme zur Lieferung von Wildbret (hochwertige Fleischnahrung)
  • Einsatz des Jagdhandwerks im Sinne des Gemeinwohls
  • Erhalt des traditionellen Jagdbrauchtums

Neben den obigen Hauptaufgaben verrichten Jäger beispielsweise auch das Wildbret nach einer erfolgreichen Jagd (oft auch in Zusammenarbeit mit EU-zertifizierten Schlachtern / Metzgern).

JAGDBARES WILD IN DEUTSCHLAND

Wildtiere, die nach deutschem Jagdrecht zur Jagdzeit erlegt werden

Zusammengefasst wird das Wild unter den beiden Gruppen: Haarwild und Federwild. Die Wildarten haben unterschiedliche Jagd- und Schonzeiten, welche strikt beachtet werden müssen!

  • Rotwild 
  • Dam- und Sikawild 
  • Rehwild
  • Schwarzwild
  • Gamswild
  • Muffelwild
  • Feldhasen
  • Stein- und Baummarder
  • Dachse
  • Rebhühner
  • Fasane
  • Bläss-, Saat-, Ringel- und Kanadagänse
  • Graugänse
  • Waldschnepfen
  • Stockenten
  • Preif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Reiher-, Tafel-, Samt- und Trauerenten
  • Höckerschwäne
  • Blässhühner
  • Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen
  • Ringel- und Türkentauben
  • Elstern
  • Eichelhäher
  • Rabenkrähen
  • Graureiher
  • Sumpfbiber (Nutria)
  • Füchse
  • Wildkaninchen
  • Marderhunde
  • Waschbären

JAGD-ARTEN

Die Techniken

Ansitzjagd: Beobachten und Jagen von einer Kanzel, einer Leiter oder einen Erdsitz.

Baujagd: Diese Art wird beim Jagen von Füchsen oder Dachsen genutzt in der Regel mit ausgebildeten Hunden, die zum Treiben der Tiere eingesetzt werden. Hierbei "sprengen" die Hunde den Fuchs- oder Dachsbau und treiben das Tier in Richtung des Jägers. Beim Bau eines Kaninchens werden aufgrund der Größe kleiner Locktiere (z. B. Frettchen) eingesetzt, Hunde sind in der Regel zu groß.

Brackenjagd: Diese Art wird beim Jagen von Hasen eingesetzt. Hierbei treiben Bracken Hasen aus ihrer Sasse in Richtung des Jägers. Hasen sind standorttreu, eine Eigenschaft, die sich der Jäger mit Hilfe der Bracken zu nutze macht und dementsprechend Nahe der Sasse agiert.

Drückjagd: Diese Art wird in der Regel in Jägergesellschaft betrieben. Hierbei werden vor Beginn der Jagd die Standpositionen der Schützen abgesprochen, die Treiber "drücken" das Wild aus Ihrer Deckung in Richtung der Schützen. Dadurch, das Wild in der Regel langsam zieht, haben Schützen genügend Zeit, um zu fokussieren und einen gezielten Schuss abzugeben.

Fallenjagd: Diese Art wird in der Regel eingesetzt, um Raubwild zu fangen. Sie erfolgt ohne Schusswaffe und kann entweder durch Lebend- oder durch Todfangfallen ausgeführt werden. Beim Einsatz von Lebendfangfallen, die abgedunkelt werden, ist die regelmäßige Kontrolle besonders wichtig. Todfangfallen werden in der Regel geschützt angebracht - zum Beispiel in einem Fangbunker.

Lockjagd: Bei dieser Art wird Wild mit allen erlaubten Mitteln (Nahrung / Kirrung, Gerüche, Laute, Attrappen) gelockt. Die Lockmittel sind je nach Wild unterschiedlich.

Treibjagd: Anders als bei der Drückjagd, bei der das Wild in der Regel nicht flüchtig ist, wird hier Wild von mehreren Jägern aus der Deckung getrieben. Diese Art der Jagd wird meist mit einer so genannten Treiberkette betrieben. Was bedeutet, dass es Treiber, Durchgehschützen und Vorstehschützen gibt. Letztere warten am Ende des Treibens auf das Wild. Der Einsatz von Hunden ist hier beispielsweise unverzichtbar, vor allem bei der Treibjagd auf Niederwild.

Pirsch: Bei dieser Art sind Jäger permanent in Bewegung. Dass heißt, der Jäger versucht sich vorsichtig und entgegen der Windrichtung dem Wild zu nähern, um seinen Schuss zu positionieren und das Tier zu erlegen.