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 Jägerausbildung

 Sie wollen Jäger werden?

 Wer in Bayern Jäger werden will, muss hierzu eine jagdliche Ausbildung (Jägerkurs) absolvieren und anschließend die staatliche Jägerprüfung bestehen
 
 

 

 Wesentliche Eckpunkte zur Umsetzung des Landtagsbeschlusses „Neukonzeption der Jägerprüfung“

 Die Ausbildung und Prüfung ist in Bayern normiert. Bei der "Pirsch" auf Quellen im Internet sind wir fündig geworden und stellen die folgenden Links ein:

Ein Appetizer zum Prüfungsprocedere https://www.jagdschutzverein-hubertus.de/jagdausbildung/sachgebiete-der-ausbildung/


Schiessausbildung

•Waffenkunde
•Ordnungsgemäße Waffenhandhabung, Aufbewahrung und Pflege
•Schießausbildung (250 Wurfscheiben Trap oder Skeet mit Trefferbescheinigung)
•flüchtiger Überläufer mit Treffernachweis
•Schießen mit Pistole und Revolver
•Besuch eines Schießkinos


Das erwartet die Teilnehmer in den Prüfungen
Schriftlicher Teil

100 Fragen quer durch alle Sachgebiete (1 - 6) müssen durch Ankreuzverfahren bearbeitet werden, mindestens 75 davon sind korrekt zu beantworten, um die schriftliche Prüfung erfolgreich zu bestehen. Siehe  Downloadliste unten ...

Mündlicher Teil

Ca. 12 Minuten je Sachgebiet wird man vom Prüfungsgremium einzeln befragt. Vor allem für diese Prüfungsetappe sind der Besuch der Kurse und das Studieren der Lernmaterialien sehr empfehlenswert!

Praktischer Teil

Die Waffenübung mit fehlerfreier Waffenhandhabung, sowie das Abschlussschießen mit der Büchse auf die 100 Meter entfernte Rehbockscheibe, die von 4 Versuchen 3-mal getroffen werden muss, sind hier im Mittelpunkt.

 

WICHTIGER HINWEIS: Um zur Jagdprüfung zugelassen zu werden, müssen mindestens 120 Stunden theoretische und praktische Ausbildung nachgewiesen werden.


Der Fragenkatalog des Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten umfasst sämtliche Sachgebiete und Prüfungsfragen für die schriftliche Jägerprüfung.

 

  


  

SACHGEBIET 1

Jagdwaffen, Jagd- und Fanggeräte

  • Lang- und Kurzwaffen, Munition, Ballistik, Optik
  • Handhabung, Pflege und Aufbewahrung von Lang- und Kurzwaffen, Umgang mit Munition
  • Jagd- und Fanggeräte
  • jagdbezogene Vorschriften des Waffenrechts und der Unfallverhütung sowie über Notwehr und Notstand

PRÜFUNGSFRAGEN SG1 ANSEHEN


SACHGEBIET 2

Biologie der Wildarten

  • Erkennungsmerkmale und Anatomie
  • Lebensweise, Verhalten, Fortpflanzung
  • Lebensräume

PRÜFUNGSFRAGEN SG2 ANSEHEN


SACHGEBIET 3

Rechtliche Vorschriften

  • Jagdrecht
  • Tier-, Natur- und Artenschutzrecht sowie Landschaftspflegerecht
  • Vorschriften über die Hygiene bei der Gewinnung und im Umgang mit Fleisch sowie bei der Abgabe von Fleisch von freilebendem Wild und zur Ausbildung der Jäger in Gesundheits- und Hygienefragen sowie zu Fragen der Umweltverschmutzung

PRÜFUNGSFRAGEN SG3 ANSEHEN

 

SACHGEBIET 4

Wildhege, Jagdbetrieb und jagdliche Praxis

  • Reviergestaltung, Maßnahmen zur Verbesserung des Wildlebensraums insbesondere in der Feldflur
  • Richtlinien für die Hege und Bejagung des Schalenwildes
  • Hegemaßnahmen einschließlich Fütterung
  • Jagdarten, Ansprechen des Wildes, Jagdausübungsregeln
  • Behandlung und Versorgung des erlegten Wildes, Wildbrethygiene
  • Wildseuchen und Wildkrankheiten und ihre Bekämpfung
  • Abnorme Verhaltensweisen und pathologische Veränderung beim Wild infolge Krankheit, Umweltverschmutzung oder sonstiger Faktoren, die die menschliche Gesundheit bei Verzehr von Wildbret schädigen können

PRÜFUNGSFRAGEN SG4 ANSEHEN

 

SACHGEBIET 5

Jagdhundewesen

  • Haltung, Erziehung und Führung von Jagdhunden
  • Jagdhunderassen und ihre Eigenschaften
  • Brauchbarkeitsprüfung
  • Aspekte des Tierschutzes bei der Jagdausübung und dem Hundeeinsatz

PRÜFUNGSFRAGEN SG5 ANSEHEN

 

SACHGEBIET 6

Naturschutz, Landbau, Forstwesen, Wild- und Jagdschadensverhütung

  • Natur- und Artenschutz, insbesondere besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten
  • Landbau
  • Forstwesen, insbesondere Waldbau
  • Wild- und Jagdschadensverhütung

PRÜFUNGSFRAGEN SG6 ANSEHEN

 

Fallenlehrgang

Wird im Zuge des Vorbereitungskurses / Jagdkurses durchgeführt.

 

 

   


 




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Jagdpraxis

 

JAGD WISSEN

Wer in Deutschland jagen darf

Jagen darf in Deutschland nur, wer einen Jagdschein besitzt. Diesen zu erhalten, erfordert die Teilnahme an dem umfangreichen Lehrgang / Jagdkurs sowie das erfolgreiche Absolvieren der staatlichen Jägerprüfung (bestehend aus mündlichem und schriftlichem Teilen). Weiter muss Praxiserfahrung in Form der Arbeit in einem Revier gesammelt werden - dies erfolgt in der Regel unter Anleitung von erfahrenen Jägern.

Die Jagd in Deutschland unterliegt strengen gesetzlichen Regelungen und wird von einer staatlichen Organisation beaufsichtigt. Die Jagdbehörde im Landwirtschaftsministerium beispielsweise ist für die Gesetze und Verordnungen zuständig. Weiter gibt es höhere Jagdbehörden der Bezirksregierungen und die Jagdbehörden in den zuständigen Landratsämtern. Letzere sind Anlaufstelle für Jagdscheine, Jagdpachtverträge und Abschusspläne. 

DIE TÄTIGKEITEN DER JÄGER

Aufgaben und Pflichten der Jäger

  • Pflege und Betreuung von Gehegen und Revieren
  • Erhalt des natürlichen Gleichgewichts zwischen freilebenden Tieren und der Pflanzenwelt
  • Erhalt eines artenreichen und gesunden Wildbestands
  • Pflege von Biotopen und Hege von Wildbeständen zur Erhaltung eines ausgewogenen Lebensgrundlagen-Verhältnisses 
  • Verantwortlicher Umgang mit Wildbestand hinsichtlich der Bejagung und Zuwachsentnahme zur Lieferung von Wildbret (hochwertige Fleischnahrung)
  • Einsatz des Jagdhandwerks im Sinne des Gemeinwohls
  • Erhalt des traditionellen Jagdbrauchtums

Neben den obigen Hauptaufgaben verrichten Jäger beispielsweise auch das Wildbret nach einer erfolgreichen Jagd (oft auch in Zusammenarbeit mit EU-zertifizierten Schlachtern / Metzgern).

JAGDBARES WILD IN DEUTSCHLAND

Wildtiere, die nach deutschem Jagdrecht zur Jagdzeit erlegt werden

Zusammengefasst wird das Wild unter den beiden Gruppen: Haarwild und Federwild. Die Wildarten haben unterschiedliche Jagd- und Schonzeiten, welche strikt beachtet werden müssen!

  • Rotwild 
  • Dam- und Sikawild 
  • Rehwild
  • Schwarzwild
  • Gamswild
  • Muffelwild
  • Feldhasen
  • Stein- und Baummarder
  • Dachse
  • Rebhühner
  • Fasane
  • Bläss-, Saat-, Ringel- und Kanadagänse
  • Graugänse
  • Waldschnepfen
  • Stockenten
  • Preif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Reiher-, Tafel-, Samt- und Trauerenten
  • Höckerschwäne
  • Blässhühner
  • Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen
  • Ringel- und Türkentauben
  • Elstern
  • Eichelhäher
  • Rabenkrähen
  • Graureiher
  • Sumpfbiber (Nutria)
  • Füchse
  • Wildkaninchen
  • Marderhunde
  • Waschbären

JAGD-ARTEN

Die Techniken

Ansitzjagd: Beobachten und Jagen von einer Kanzel, einer Leiter oder einen Erdsitz.

Baujagd: Diese Art wird beim Jagen von Füchsen oder Dachsen genutzt in der Regel mit ausgebildeten Hunden, die zum Treiben der Tiere eingesetzt werden. Hierbei "sprengen" die Hunde den Fuchs- oder Dachsbau und treiben das Tier in Richtung des Jägers. Beim Bau eines Kaninchens werden aufgrund der Größe kleiner Locktiere (z. B. Frettchen) eingesetzt, Hunde sind in der Regel zu groß.

Brackenjagd: Diese Art wird beim Jagen von Hasen eingesetzt. Hierbei treiben Bracken Hasen aus ihrer Sasse in Richtung des Jägers. Hasen sind standorttreu, eine Eigenschaft, die sich der Jäger mit Hilfe der Bracken zu nutze macht und dementsprechend Nahe der Sasse agiert.

Drückjagd: Diese Art wird in der Regel in Jägergesellschaft betrieben. Hierbei werden vor Beginn der Jagd die Standpositionen der Schützen abgesprochen, die Treiber "drücken" das Wild aus Ihrer Deckung in Richtung der Schützen. Dadurch, das Wild in der Regel langsam zieht, haben Schützen genügend Zeit, um zu fokussieren und einen gezielten Schuss abzugeben.

Fallenjagd: Diese Art wird in der Regel eingesetzt, um Raubwild zu fangen. Sie erfolgt ohne Schusswaffe und kann entweder durch Lebend- oder durch Todfangfallen ausgeführt werden. Beim Einsatz von Lebendfangfallen, die abgedunkelt werden, ist die regelmäßige Kontrolle besonders wichtig. Todfangfallen werden in der Regel geschützt angebracht - zum Beispiel in einem Fangbunker.

Lockjagd: Bei dieser Art wird Wild mit allen erlaubten Mitteln (Nahrung / Kirrung, Gerüche, Laute, Attrappen) gelockt. Die Lockmittel sind je nach Wild unterschiedlich.

Treibjagd: Anders als bei der Drückjagd, bei der das Wild in der Regel nicht flüchtig ist, wird hier Wild von mehreren Jägern aus der Deckung getrieben. Diese Art der Jagd wird meist mit einer so genannten Treiberkette betrieben. Was bedeutet, dass es Treiber, Durchgehschützen und Vorstehschützen gibt. Letztere warten am Ende des Treibens auf das Wild. Der Einsatz von Hunden ist hier beispielsweise unverzichtbar, vor allem bei der Treibjagd auf Niederwild.

Pirsch: Bei dieser Art sind Jäger permanent in Bewegung. Dass heißt, der Jäger versucht sich vorsichtig und entgegen der Windrichtung dem Wild zu nähern, um seinen Schuss zu positionieren und das Tier zu erlegen.