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Signale der Nailaer JagdhornbläserSignale der Nailaer Jagdhornbläser

 Pfarrer Dr. Thomas Hohenberger
Schwarzenbacher Straße 8
95131 Schwarzenbach am Wald
Tel. 09289-244; Fax 09289-970792
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Bürozeit der Sekretärin: Do. 7.30-11.30 Uhr


Hubertusandacht

in der Evang.-Luth. Bartholomäuskirche Döbra

am 8. November 2014 um 18.00 Uhr

 

*   *   *

 

Die Glocken läuten den Sonntag ein

Signal der Jagdhornbläser: „Hirsch tot“

Begrüßung

L:       Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes

          und des Heiligen Geistes.

G:      Amen.

L:       Der Herr sei mit euch

G:      und mit deinem Geist.

Herzlich willkommen zu unserer Hubertusandacht mit den Jagdhorn­bläsern der Kreisgruppe Naila des Bayerischen Jagdverbandes.

Ganz in der Nähe des Hubertustages, der am 3. November seinen ge­nauen Termin hat, feiern wir diesen Gottesdienst. Hubertus ist der Schutzpatron der Jäger und Waidmänner, und der Hubertustag wird auch als das Erntedankfest der Jäger verstanden.

Unsere Kirche ist darum heute Abend stilecht dekoriert. Vor dem Altar sehen wir die Tiere des Waldes und des Feldes; und unser Al­tarbehang fügt sich ganz harmonisch ein mit Fisch und Kreuz.

Das Hirschgeweih mit dem Kreuz hat eine wichtige Bedeutung im Leben des Hubertus bekommen. In unserer Dekoration ergibt es sich ganz natürlich in Verbindung mit unserer üblichen Kirchenausstat­tung.

Der Fisch im Altarbehang ergänzt den Bereich der Fischzucht und Fi­scherei, der auch zur Hege und zu den Jagdaufgaben dazugehört. Natürlich ist der Fisch ursprünglich das Symbol der ersten Christen und verbindet damit den christlichen Glauben mit dem Anliegen ei­ner weidgerechten Jagd.

Bebauen und bewahren, also hegen und pflegen soll der Menschen die Schöpfung Gottes. An diesen grundlegenden Auftrag Gottes an die Menschen werden wir bei der Hubertusandacht erinnert.

Wir feiern heute die Hubertusandacht auch als Wochenschlussan­dacht. Um 18.00 Uhr haben die Glocken diesen Gottesdienst eröffnet, aber sie haben zugleich – wie jeden Samstag – den Sonntag einge­läutet. Und deshalb wollen wir auch zu Beginn miteinander singen: „Gott Lob, der Sonntag kommt herbei“.

 

Eingangschoral mit Orgel:

„Gott Lob, der Sonntag kommt herbei“ (EG 162, 1-4)

Psalmgebet (Psalm 42)

 

Wir hören als Psalmgebet und biblische Lesung für unsere Hubertus­andacht einige Verse aus dem Psalm 42, einem Psalm, in dem der dürstende Hirsch als Vergleich für unsere Sehnsucht nach Gott he­rangezogen wird:

 

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,

so schreit meine Seele, Gott, zu dir.

          Meine Seele dürstet nach Gott,

          nach dem lebendigen Gott.

Wann werde ich dahin kommen,

dass ich Gottes Angesicht schaue?

          Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht,

          weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?

Daran will ich denken

und ausschütten mein Herz bei mir selbst:

          wie ich einherzog in großer Schar,

          mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes.

mit Frohlocken und Danken

in der Schar derer, die da feiern.

          Was betrübst du dich, meine Seele,

          und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,

dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,

wie im Anfang so auch jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewig­keit. Amen.


Jagdhornbläser: Hubertusmarsch

Hubertuslegende

Jede Heiligenlegende ist natürlich an einer historischen Gestalt fest­gemacht. Bei unserem Schutzpatron der Jäger und Waidmänner steht Hubert von Lüttich Pate. Er wurde 655 in Paris am Hofe Theoderich III. geboren. Durch Konflikte kam er nach Metz und vermählte sich dort mit der Tochter des Grafen von Löwen.

Nach dem Tod des Vaters und seiner Frau zog sich Hubert 695 als Einsiedler in die Ardennen zurück. Für den ermordeten Bischof Lambert wählte das Volk ihn zum neuen Oberhaupt des Bistums Tongern-Maastricht. Hubert verlegte seinen Bischofssitz nach Lüttich und baute zu Ehren seines Vorgängers eine Kathedrale.

Intensiv bemühte er sich, das Christentum auch in den unwegsamen Ardennen zu verbreiten, weswegen man ihm den Ehrentitel „Apostel der Ardennen“ gab. Hubert starb am 30. Mai 727 im Alter von 72 Jahren; seine Gebeine wurden 743 in die von ihm gegründete Abtei St. Hubert in den Ardennen übertragen.

Die Legende berichtet von seiner Hinwendung zu Gott, die bei der Jagd geschah: Denn als Hubert als höfischer Zögling einst an einem Karfreitag mit seinem lauten Tross zur Jagd zog, warnte ihn seine Gattin und flehte ihn dringend an, den ernsten Todestag des Herrn nicht zu entweihen.

Er schien von der liebevollen Warnung seiner frommen Gattin ge­rührt, dennoch siegte die Jagdlust. Mit seinem zahlreichen Gefolge sprengte er durch Wald und Busch, durch Wiesen und Gründe und verfolgte einen prächtigen Hirsch.

Als er demselben nahe kam und schon den Bolzen nach dem Tier ab­drücken wollte, bleibt der Hirsch plötzlich stehen, wendet sich nach dem Jäger, und mitten in seinem Geweih erscheint ein strahlendes Kreuz. Eine klagende Stimme ertönt: „Hubertus, ich erlöste dich und dennoch verfolgst du mich!“

Hubert erbebte, warf sein Geschoss von sich und flehte innig zu Gott um Erbarmen. Darauf baute er sich eine Hütte aus Baumzweigen und Schilf und führte, von der Welt geschieden, in stiller Waldeinsamkeit ein bußfertiges, abgetötetes Leben.

Infolge der Legende wird der Heilige als Jäger, mit Hifthorn und Hunden und dem Hirsch, der ein Kreuz zwischen dem Geweih trägt, abgebildet. Ein Jagdhorn und ein Buch mit einem kleinen Hirsch, der ein Kreuz zwischen dem Geweih trägt, sind seit dem 15. Jahrhundert die Kennzeichen des heiligen Hubertus.

Jagdhornbläser: Jägermarsch

Andacht

Waidgerechtigkeit als Kulturaufgabe

 

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

 

    Liebe Jäger, liebe Naturfreunde,

    liebe Gemeinde!

 

Im Gespräch mit Jägern fällt die große Liebe zur Natur auf. Das Durchstreifen der Wälder, die Ruhe in der Nacht, der Nebel in der Morgendämmerung, das Hören auf die Vogelstimmen und die Schreie der Tiere, das stundenlange Warten und Beobachten, das Mit-sich-allein-Sein, all das befördert eine ganz eigene Andacht, ausge­richtet auf die Unmittelbarkeit von Gottes Welt.

I.

 Der Erhalt von Gottes Schöpfung ist auch das große Aufgabengebiet der Jäger, Förster und Waidmänner. Es ist zudem die erste Aufgabe, die Gott den Menschen gibt, nachdem es sein Schöpfungswerk been­det hat. Gott traut uns Menschen zu, seine gute Schöpfung zu ver­walten, sie zu nutzen und zu gestalten.
Die Hege und Pflege der Wildbestände in unseren Wäldern, die Fi­scherei und das Achten auf gute Lebensbedingungen für die heimi­sche Flora und Fauna ist daher eine wichtige Kulturaufgabe, die un­sere Jäger leisten. Sie dient der Bewahrung von Gottes guter Schöp­fung und schützt unseren Lebensraum.

Viele unter uns sind mit der Jagd verbunden und sehen, welche sen­siblen ökologischen Systeme in Wald und Flur bestehen und stets neu auszumitteln sind. Wald und Wild müssen ins rechte Verhältnis ge­bracht werden, damit optimale Entfaltungsmöglichkeiten gegeben sind und für den Menschen kein Schaden entsteht.

 Den natürlichen Lebensraum von Mensch und Tier gilt es zu gestal­ten. Die Wildtiere haben ein Anrecht auf ihre Freiheit; Wälder, Flu­ren und Wiesen dienen ihnen und uns als Lebensgrundlage. Natur­schutz ist darum genauso wichtig wie die Hege und Pflege der Tiere.

„Wald vor Wild“ – diese Parole ist in den letzten Jahren ein großes Thema in der Jägerschaft; und besonders in den Staatsforsten hat die konsequente Anwendung dieser Vorgabe den Wildbestand drastisch verringert. Der Wildverbiss behindert die Aufforstung, also wird ge­gengesteuert.

 Das heißt aber auch: Ein Bereich der Hege-Aufgabe wird bevorzugt behandelt zum Nachteil anderer Interessen. Das kann für einen be­stimmten Zeitraum nötig sein, um ein verlorengegangenes Gleichge­wicht wieder herzustellen. Wenn das Gleichgewicht aber dauerhaft ganz bewusst verschoben wird, dann ist freilich auch zu fragen, ob denn die Waidgerechtigkeit gewährleistet ist.

 Sich darüber Gedanken zu machen, ist für eine Hubertusandacht auf jeden Fall nicht verkehrt. Denn Hubertus selbst hat ja nach der Le­gende genau diese Erkenntnis gehabt, dass die Kulturaufgabe des Schöpfers an uns Menschen nur durch eine Grundhaltung der Ach­tung vor den Geschöpfen und den Lebewesen in unserer Welt zu er­reichen ist.

 Als Waidgerechtigkeit ging dieser Grundsatz der Achtung vor den Tieren als Mitgeschöpfe in die Leitlinien der Jagdverbände ein. Waidgerechtigkeit ist ein Teil des Kulturauftrages Gottes an uns Menschen zum Bebauen und Bewahren der Schöpfung.

 Gerechtigkeit ist immer dann hergestellt, wenn jeder zu seinem Recht kommt, wenn die Interessen aller zum Zuge kommen. Größtmögliche Freiheit und beste Bedingungen für individuelle Entfaltungsmöglich­keiten gibt es nur durch Gerechtigkeit. Das erfordert freilich auch manchmal Opfer und Kompromisse.

 

II.

 

Nicht nur in der Jägersprache ist die Gerechtigkeit, speziell die Waidgerechtigkeit, ein wichtiger Begriff; auch in der Bibel ist die Gerechtigkeit ein zentrales Wort und kommt in vielen Zusammen­hängen vor. Gerechtigkeit soll herrschen in unserer Welt, gerecht soll es zugehen zwischen den Menschen und sogar zwischen Gott und Mensch.

 Vor allem von den Königen Israels hat man stets Gerechtigkeit er­wartet. Die Propheten klagen das immer wieder ein und weisen die Herrschenden auf die klaren Regeln Gottes hin, auf den gerechten Ausgleich der Interessen und dass es keine Benachteiligung und Ausbeutung geben darf.

 In der Gerechtigkeit sah man einen wichtigen Unterschied zu anderen Völkern und ihren Regenten, wo vielfach die Willkür das Sagen hatte. Ein „Gerechter“ ist bis heute ein Ehrentitel im jüdischen Volk. Männer wie Noah, Abraham, Mose, Josua, David – das waren „Ge­rechte“ und damit Vorbilder.

 Wenn jemand gerecht handelte, dann war das im Grunde genommen ein Verhalten, das aus Gottes Geist kam. Denn gerecht zu sein ist zu­allererst eine Eigenschaft Gottes. Deshalb wissen wir ja auch, dass es eine absolute Gerechtigkeit auf Erden nicht gibt. Gott aber wird sie herstellen, und wenn es auch lange dauert, vielleicht bis zum Ende der Zeit.

 Deshalb erbitten die Psalmenbeter im Alten Testament immer wieder, das Gott gerecht sein möge; und sie loben seine Gerechtigkeit. Wenn diese Gerechtigkeit Gottes abfärbt auf die Leute, dann heißt es bei den Sprüchen Salomos auch: „Gerechtigkeit erhöht ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben“ (14, 34).

 Damit ist das Grundthema der Bibel angeschlagen. Wir von uns aus bringen das sensible Gleichgewicht zwischen den Geschöpfen in die­ser Welt immer wieder durcheinander; und letzten Endes auch das Verhältnis der Menschen untereinander und das Verhältnis zwischen Gott und Mensch.

 Da gibt es auf einmal Trennlinien in dieser Welt; „Sünde“, die aus ei­nem Miteinander ein Gegeneinander werden lässt, die auseinander bringt, was vorher ganz selbstverständlich zusammen gehört hat.

 Dass diese Gerechtigkeit, diese Verbindung zu Gott, wieder herge­stellt wird, darum geht es im ganzen Neuen Testament. Der Apostel Paulus versucht immer wieder neu deutlich zu machen, dass das Kreuz Jesu, das Opfer, das Gott selber bringt, einzig und allein diesen Sinn hat.

 Der Sinn des Kreuzes ist auch dem Hubertus aufgegangen, als er bei der leidenschaftlichen und ausschweifenden Jagd zum Selbstzweck das Kreuz im Geweih des aufgestöberten Hirschens erblickt. Die Waidgerechtigkeit ist abgeschaut vom Umgang Gottes mit uns Men­schen, der uns gerecht begegnen will, mit Liebe und Barmherzigkeit hegen und pflegen möchte in seiner Obhut.

 Die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, kommt aus den Glauben an das Evangelium von Jesus, so war es die Überzeugung des Apostels Paulus (vgl. Röm. 1, 17). Da wird wieder ins Lot gebracht, was aus den Fugen geraten ist.

 Wir brauchen die Verantwortlichkeit vor Gott, damit wir auch den Aufgaben gerecht werden, die er uns gibt. Der Glaube, das Vertrauen in die Gnade seines Sohnes Jesus Christus, rechtfertigt unser Leben, macht es so, dass es wieder angenehm wird vor Gott.

 

III.

 

Eine alte Legende erzählt von zwei Mönchen, die Streit miteinander haben. Sie können sich nicht einigen, denn jeder von beiden fühlt sich im Recht. Schließlich tragen sie dem Abt ihre Sache vor und bitten ihn, den Streit zu schlichten und für Gerechtigkeit zu sorgen.

 Der Abt möchte eine Nacht Bedenkzeit und gibt den Mönchen am nächsten Morgen seine Antwort: „Rechthaberei gibt es nur in der Hölle, im Himmel regiert die Gerechtigkeit, und auf Erden gibt es das Kreuz!“

 Lange reibt man sich an der Antwort, bis man einsieht, dass ein Be­harren auf dem eigenen Recht, ein immer wieder neues Aufrechnen und egoistische Rechthaberei in die Hölle führt, dass Gottes Gerech­tigkeit aber die Gestalt der Barmherzigkeit hat und dass der Weg zwi­schen dem Rechthaben wollen und dem Barmherzigsein der Weg des Kreuzes ist.

 Im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung des Johannes, wird uns das sogar als Ausblick in den Himmel beschrieben. Bildhaft wird die Gerechtigkeit als Hochzeitskleid bezeichnet, wenn Christus seine Gemeinde wie bei einem Hochzeitsmahl sammelt: „Mit schönem rei­nen Leinen wird die Braut bei der Hochzeit des Lammes gekleidet sein. Das Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Gläubigen“ (19, 8).

 Waidgerechtigkeit und Kulturaufgabe, im Glauben an Jesus Christus, der zu einem verantwortlichen Handeln führt in dieser Welt, kommt beides wieder zusammen.

 

Amen.

 

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre un­sere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Jagdhornbläser: Ehrenfanfare und Sinfonie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

Jahreshauptversammlung und Hegeschau 2015 in Döbra

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Liebe Jägerinnen und Jäger,

am vergangenen Samstag waren  wir mit 6 Personen beim Flintenschießen in  Tambach bei Coburg.

Durch die kleine Gruppe konnte jeder Einzelne ohne große Wartezeiten intensiv schießen.

Herzlichen Dank an Jochen Bayer, der uns einige wertvolle Tipps zum besseren Treffen gegeben hat.

Es war sommerlich warm sehr abwechslungsreich und hat richtig Spaß gemacht.

Neben Trapp und Skeet konnten wir auch spezielle Tauben ähnlich eines Jagdparcours beschießen.

 

Zusammen mit der ausgedehnten Einkehr im Biergarten der alten Schäferei in Ahorn, war das ein gelungener Nachmittag.